Verkehrslärm: Betroffene endlich vor Lärmbelastung schützen

Anlässlich des „Tag gegen Lärm“ erklärt Bettina Herlitzius MdB, Sprecherin für Stadtentwicklung und Obfrau im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen: Lärm macht krank.

13.06.13 –

Anlässlich des „Tag gegen Lärm“ erklärt Bettina Herlitzius MdB, Sprecherin für Stadtentwicklung und Obfrau im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

“Lärm macht krank. Wer einmal erlebt hat, wie ein Güterzug weniger Meter am Wohnzimmerfenster vorbeifährt oder nachts von aufheulenden Motoren aus dem Schlaf gerissen wurde, kann das nachvollziehen. Wir müssen die von Verkehrslärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger endlich effektiv vor der Lärmbelastung schützen.

Wir wollen die Rahmenbedingungen schaffen, um effektiven Lärmschutz vor Ort zu ermöglichen. Hierzu ist ein ganzes Bündel an Maßnahmen im Straßen- und Schienenverkehr nötig:

Tempolimits im Straßenverkehr dürfen dabei ebenso wenig ein Tabu sein, wie stärker lärmabhängige Trassenpreise im Schienenverkehr. Auf Drängen der Grünen wird ab 2015 endlich der sogenannte Schienenbonus wegfallen. Dieser ermöglicht es bis heute, dass für neue Bahnstrecken ein höherer Lärmpegel zulässig ist, als für den Straßenverkehr. Um die vielfältigen Ansätze zur Minderung des Verkehrslärms umzusetzen, brauchen wir ein Verkehrslärmschutzgesetz. In diesem muss auch ein Rechtsanspruch auf den Schutz vor Verkehrslärm verankert werden.

Und auch die Politikerinnen und Politiker vor Ort müssen für die Vermeidung von Verkehrslärm tätig werden. Lärmaktionspläne sind gute Beispiel dafür, wie Kommunen die Lärmbelastung verringern können. Ebenso sind streckenbezogene Fahrverbote für Motorräder in der Eifel sinnvoll.

In Deutschland leiden über elf Millionen Menschen täglich unter Verkehrslärm.

Auch in Nordrhein-Westfalen sind viele betroffen – Anwohnerinnen und Anwohner von Autobahnen , Bahnstrecken und Flughäfen ebenso, wie die Bevölkerung in den Innenstädten. Auch in ländlichen Räumen, wie der Eifel, führt ein nicht abreißender Strom von Motorrädern an den Wochenenden zu immensen Belastungen.”

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