Kreis lässt Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Regen stehen

Keine Impfpriorisierung für Mitarbeitende bei den Ferienangeboten

„Der Zug für die Sommerferien ist auf jeden Fall abgefahren,“ stellte Ulrike Trick, Sprecherin der GRÜNEN Kreistagsfraktion für Kinder und Jugend enttäuscht fest, als die Kreisverwaltung im Jugendhilfeausschuss am Dienstag mitteilte, dass es nicht gelungen sei, den Jugendleitern, die die Ferienfreizeiten begleiten, ein Impfangebot zu machen.

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„Trotz angeblich intensiver Gespräche mit dem Ministerium, ist es dem Kreis Wesel  nicht gelungen, für diesen Personenkreis noch vor Beginn der Sommerferien ein entsprechendes Impfangebot zu unterbreiten“ so Trick. „Wenn man liest, dass sich 100 Hotel-Mitarbeitende aus Italien nach München einfliegen und impfen lassen, scheint es Personen zu geben, die in dieser Angelegenheit mehr Verhandlungsgeschick haben oder aber ihre Interessen engagierter vertreten.“

Verwaltungsvorstand schlecht informiert

Auch die Aussage der Verwaltung, es handele sich um ein bundesweites Problem, wird von Tick bestritten. „Wenn die Verwaltung im Ausschuss behauptet, es gäbe keine Beispiele dafür, dass man auch diese Zielgruppe unbürokratisch impfen lassen kann, dann ist sie schlecht informiert. Wenn man ordentlich recherchiert hätte, wäre es ziemlich einfach gewesen, sich am Beispiel von Hamburg messen zu lassen. Dort hatte man bereits Anfang Mai, nach dem Stopp des ursprünglichen Verfahrens zur Impfberechtigung von Kinder- und Jugendbetreuer*innen, eine Lösung gefunden und damit Mitarbeitende der Kinder- und Jugendhilfe in der Impfreihenfolge Mitarbeitenden von schulischen Bildungsangeboten gleichgesetzt“, so Ulrike Trick verärgert.

Ferienfreizeiten sind oft das Jahres-Highlight von Kindern und Jugendlichen

Für viele Kinder, die an Ferienfreizeiten teilnehmen, ist dies die einzige Möglichkeit einmal den Heimatort zu verlassen. Diese Möglichkeit wird ihnen durch das Engagement ehrenamtlichen Begleiter gegeben, die dafür einen Teil ihres Jahresurlaubs verwenden.
Umso bedauerlicher ist es, dass diese Gruppe bei der Planung der Impfpriorisierung einfach vergessen wurde. „Ausdrücklich zu begrüßen,“ so Trick, „ist die flexible Haltung der Träger, die jetzt kleinere Maßnahmen planen, um so den Kindern doch noch Ferienfreuden zu bereiten. Das verdient unser aller Respekt.“ Die Kreisverwaltung hat zugesagt, diese Maßnahmen kurzfristig zu genehmigen.

 

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